Leistungsspektrum und Schwerpunkte
Medizinische Klinik I, Schwerpunkte Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin
Die Medizinische Klinik I betreibt schwerpunktmäßig die Kardiologie, Angiologie, Pneumologie mit Schlaflabor und Internistische Intensivmedizin. Für die Versorgung schwerkranker internistischer Patienten steht ein eigener intensivmedizinischer Bereich mit 10 Betten zur Verfügung. In diesem Bereich sind die Möglichkeiten der internistischen Intensivbehandlung verfügbar, insbesondere Monitorüberwachung, Nierenersatzverfahren, intraaortale Ballonpumpe, Notfalldurchleuchtung, passagere Schrittmacherversorgung, arterielle Druckmessung, Pulmonaliskatheter, Beatmung.
In den letzten Jahren haben sich innerhalb der Inneren Medizin zunehmend die Kardiologie, Angiologie, Pneumologie mit Schlaflabor und Internistische Intensivmedizin als diagnostische, therapeutische, edukatorische und wissenschaftliche Schwerpunkte etabliert. Wir bauten deshalb neben der Internistischen Intensivmedizin den kardiologischem, angiologischem und pneumologischem Schwerpunkt aus, komplettierten die Funktions- und Diagnostikeinheit für die Kardiologie, Angiologie und Pneumologie und erhöhten trotz bekannter finanzieller Engpässe den Stellenschlüssel des Arzt- und Assistenzpersonals auf. Höhepunkt im Ausbau der diagnostischen und therapeutischen Mölichkeiten war die Inbetriebnahme eines Herzkatheterlabors, das für diagnostische und therapeutische Herzkatheteruntersuchungen (Herzkranzgefäßerweiterungen), Untersuchungen des Herzrhythmus und Herzschrittmacherimplantationen sowie Implantationen von Geräten zur Beendigung von bösartigen Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern (AICD) und zur Behandlung der Herzschwäche (Resynchronisations-Herzschrittmacher und AICD´S) genutzt wird. Das Labor erfüllt höchste operative Standards und verfügt insbesondere über eine Klimaanlage auf neuestem Stand sowie über ein modernes digitales Befundungssystem mit Bildspeicher, das die Verknüpfung und Archivierung unterschiedlicher Untersuchungsverfahren erlaubt.
Kardiologische und angiologische Schwerpunkte
Wir führen sämtliche nicht-invasive kardiologische und zusätzlich angiologische Verfahren durch:
- Komplette EKG-Diagnostik einschließlich Holter-EKG
- Belastungsuntersuchungen physikalisch und medikamentös
- Schwerpunktmäßige Durchführung aller echokardiographischen Verfahren, also von M-Mode-, 2-13-,
- Farbdoppler-, Kontrast-, Stress- und transösophageale Echokardiographie (Schluckechokardiogramm)
- Langzeitblutdruckmessung
- Farbduplexsonographie aller Gefäße (Gefäßdarsteltung und Blutflussanalyse mittels Ultraschall)
Patienten mit Schlaganfall werden leitlinienkonform im Bereich der internistischen Intensivmedizin übberwacht und behandelt, in ausgewählten Fällen kommt auch eine Gerinnsel auflösende Behandlung in Betracht.
In unserem Zentrum für Herzschrittmacherversorgung liegt der Anteil der implantierten Aggregate mit Vorhofbeteiligung bei 90%. Neben den klassischen Systemen (1-Kammer- und 2-Kammer -Schrittmacher) werden bei uns auch 3-Kammer- Schrittmacher (biventrikuläre Schrittmacher) zur Verbesserung der Herzleistung und automatische implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (AICDs) auch als biventrikuläre Systeme eingebaut. Die biventrikulären Schrittmacher sind insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittener Herzschwäche angezeigt, die AICDs können auch bösartige Lebensrhythmusstörungen durch Elektroschock beenden. Die Implantation dieser Aggregate erfolgt in unserem leistungsfähigen Herzkatheterlabor. Die Patienten erhalten bei uns eine fachgerechte Schrittmacher- und AICD-Nachsorge.
Invasive Kardiologie
Bestandteil der invasiven Kardiologie in unserem Haus sind differenzierte Rechtsherzkatheteruntersuchungen und elektrophysiologische Untersuchungen sowie ein Linksherzkathetermessplatz. Es werden Koronarangiographien (Darstellungen der Herzkranzgefäße), perkutane transluminale Koronarangioplastien (PTCA, Gefäßdarstellung durch Ballonkatheter), Stentimplantationen (Einbau von Gefäßstützen) und die gesamte invasive Diagnostik des Herzens und der herznahen großen Gefäße vorgenommen, so dass seit Mai 2005 die komplette invasive und interventionelle Kardiologie (Diagnostik und Behandlung mit Katheter) zur Verfügung steht.
Notfalluntersuchungen - insbesondere bei lebensbedrohlichen Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (Herzinfarkt) – sind Bestandteil des Leistungsspektrums. Eine 24-Stunden-Bereitschaft wird aufgebaut. Die (notfallmäßige) kardiochirurgische Versorgung ist in Kooperation mit der Klinik für Herz- Thorax- und Gefäßchirurgie im Klinikum Braunschweigc Bernau (Chefarzt PD Dr. W. Harringer) gewährleistet.
Pneumologische Schwerpunkte
Bronhoskopien mit Lavage und Biopsie (Spülung und Gewebsentnahme), die Lungenfunktionsdiagnostik und die nicht-invasive Beatmung bei schlafbezogenen Atemstörungen zählen zu den pneumologischen Schwerpunkten.
Schlaflabor zur Behandlung von schlafbezogenen Atemstörungen.
Internistische Intensivmedizin
Die Internistische Intensivmedizin, die im ärztlichen 24-Stunden-Schichtdienst geführt wird, bietet verschiedene intensivmedizinische Verfahren an. Hierzu zählen maschinengesteuerte Nierenersatzverfahren, die passagere Schrittmacheranlage, die invasive Kreislaufüberwachung und invasive Therapiesteuerung sowie die intraaortale Ballonpulsation (IABP, zur Kreislaufunterstützung bei Pumpschwäche des Herzens) und Beatmungen einschließlich Langzeitbeatmungen bei schweren Lungenerkrankungen und schweren Infektionen. Für schwierige Beatmungen stehen differenzierte Entwöhnungstechniken zur Verfügung.
