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Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Minimal Invasive Chirurgie

Erkrankungen & Therapien

Dickdarm- und Enddarmkrebs – Behandlung im Darmzentrum Peine

Ursachen und Beschwerden

In den Industrieländern ist diese Krebsart eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen. Oft haben die betroffenen Patienten gar keine Beschwerden. In solchen Fällen wird die Diagnose im Rahmen einer Vorsorge-Dickdarmspiegelung (Koloskopie) zufällig gestellt oder nach auffälligem Stuhltest. In fortgeschritteneren Stadien können Blutbeimengungen im Stuhl, unklare Bauchschmerzen oder Veränderungen der Stuhlgewohnheiten (z. B. Verstopfung, Wechsel von Verstopfung und Durchfall) auf einen Dickdarmkrebs hinweisen.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose wird mittels Darmspiegelung und Entnahme von Gewebeproben gestellt. Nach der Diagnosestellung werden ebenfalls Umfelduntersuchungen (Blutentnahmen, Röntgenbild des Brustkorbs) Ultraschall des Bauchraums, ggf. Computertomografie des Bauchraums, durchgeführt.


In Zusammenarbeit mit der gastroenterologischen Klinik des Hauses (Chefarzt: Dr. Peter Tarillion) und unserem Kooperationspartner - der gastroenterologischen Gemeinschaftspraxis Dres. Körfer/Menke/Bock wurde 2009 das Darmzentrum Peine gegründet, das sich derzeit in der Vorbereitung zur Zertifizierung befindet. Dadurch werden die Patienten koordiniert behandelt. Dank der modernen Entwicklung der wissenschaftlichen Grundlagen und der apparativen Ausstattung lässt sich der Dickdarmkrebs frühzeitig über eine Darmspiegelung diagnostizieren. Nach der Diagnosesicherung durch die Gastroenterologen wird der Patient uns zur Operation vorgestellt.


In den meisten Fällen ist der chirurgische Eingriff die Voraussetzung für eine mögliche Heilung. Medikamente allein können den Darmkrebs nicht heilen.


Daher ist die Behandlung der bösartigen Darmerkrankungen ein Kernpunkt unserer Klinik. Auch hierbei werden die Operationen, wenn möglich, minimal-invasiv durchgeführt. Nach der Operation werden Sie für 24 Stunden auf unserer Intensivstation überwacht, ein Service, der nur in wenigen Kliniken üblich ist. Diese besondere Vorgehensweise erhöht die Patientensicherheit erheblich. Auch ein spezialisierter Schmerzdienst hilft Ihnen, die ersten Tage nach der Operation gut zu überstehen. Schritt für Schritt werden wir dann individuell in den nächsten Tagen die Kost aufbauen, bis Sie dann zwischen dem 7. und 10. Tag nach der Operation entlassen werden können.

Nach der Behandlung

Die Nachbehandlung ist von dem Tumorstadium abhängig. Die Nachbehandlungskonzepte (Nachsorge, Chemotherapie, Bestrahlung) werden nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Leitlinien in interdisziplinären Fachgesprächen mit den Onkologen (Krebsspezialisten) im Peiner Tumorboard  festgelegt und mit Ihnen beratend besprochen. Sie als Patient entscheiden, welche weiteren Therapieformen Sie wahrnehmen wollen. Darüber hinaus steht jedem Patienten nach einer großen Krebsoperation eine Anschlussheilbehandlung (Reha/Kur) zu. Wird sie Ihrerseits gewünscht, so kümmern wir uns noch während Ihres Krankenhausaufenthaltes in Zusammenarbeit mit unserem spezialisierten Team vom Sozialdienst um die schnellstmögliche Einleitung der Rehabilitations-maßnahmen.

Der unklare Lungenrundherd – Behandlung im Thoraxzentrum Celle-Peine

Ursachen und Beschwerden

In den Röntgenbildern des Brustkorbes werden des Öfteren unklare Rundherde im Lungengewebe gesehen. Sie stellen sich oft wie „Schatten“ auf der Lunge dar. Dahinter kann sich entweder der gefährliche Lungenkrebs oder eine Absiedlung von einem anderen Tumor (Lungenmetastase) verbergen. Auch gutartige Raumforderungen der Lunge oder des Rippenfells können so zum Vorschein kommen.

Diagnose und Behandlung

Meistens haben die betroffenen Patienten gar keine Beschwerden und der Rundherd wird als Zufallsbefund auf einer Röntgenaufnahme gefunden. Eher selten treten Beschwerden wie chronischer Husten oder Blut im Auswurf auf. Bei einem etwaigen Verdacht sollte die Diagnose frühzeitig gesichert werden. Eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) und eine Computertomografie des Brustkorbs gehören zum Standard in der Diagnostik. Manchmal kann man durch eine Punktion eine Gewebeprobe gewinnen, die eine Beurteilung erlaubt. Oft genug bleibt diese Diagnostik jedoch nicht aussagekräftig. In diesen Fällen kommt die Thoraxchirurgie zum Einsatz. Mittels Thorakoskopie (minimal-invasive Spiegelung des Brustkorbes) wird die betroffene Lunge oder das Rippenfell angeschaut und das verdächtige Areal wird zur Probe entnommen. Nach dem Eintreffen des mikroskopischen Befundes wird das weitere Vorgehen in Abhängigkeit von der gestellten Diagnose festgelegt. Bei einem nachgewiesenen Krebs erfolgt ein größerer chirurgischer Eingriff. Das Spektrum hier reicht von der Keil- bis zur vollständigen Entfernung eines Lungenflügels und angrenzender Lymphknoten. Die meisten Operationen werden in unserer Klinik mit der schonenden „Schlüssellochmethode“ ausgeführt. Nach der Operation erfolgt immer eine 24 stündige Überwachung auf der Intensivstation. Es verbleiben für einige Tage ein bis zwei Schläuche (sog. Drainagen), die zur Ableitung des Wundsekrets und zur Ausdehnung der Lunge beitragen sollen. Je nach Eingriff wird man dann zwischen dem 5. Und 10. Tag nach der Operation entlassen. 

Nach der Behandlung

Auch hier ist für die weitere Nachbehandlung eine engmaschige interdisziplinäre Zusammenarbeit vieler Disziplinen ausschlaggebend. Als Thoraxzentrum Pein-Celle bemühen wir uns um das Wohl unserer Patienten und engagieren uns für Sie in Kooperation mit den Kollegen der Lungenabteilung unseres Hauses (Sektionsleiter: Dr. med. Peter Müller-Marhenke) sowie mit der pulmologischen Praxis Dr. Schlenska von Beginn an. Wir gewährleisten individuelle Therapiekonzepte und eine Nachsorge nach den etablierten wissenschaftlichen Standards. Bei gut- und bösartigen Lungenerkrankungen werden alle Fälle im Tumorboard besprochen und Therapievorschläge für Sie erarbeitet. Darüber hinaus steht jedem Patienten nach einer großen Krebsoperation eine Anschlussheilbehandlung (Reha/Kur) zu. Wird sie Ihrerseits gewünscht, so kümmern wir uns noch während Ihres Krankenhausaufenthaltes in Zusammenarbeit mit unserem spezialisierten Team des Sozialdienstes um die schnellstmögliche Einleitung der Rehabilitationsmaßnahmen.

Leistenbruch (Leistenhernie)

Ursachen und Beschwerden

Diese Erkrankung betrifft Jung und Alt. Ein Leistenbruch kann angeboren sein oder erworben werden. Durch besondere anatomische Verhältnisse ist der Leistenkanal so aufgebaut, dass er mit zunehmender Schwäche der Muskulatur oder durch besonders erhöhten Druck in der Bauchhöhle, z. B. durch extreme Belastungen, sich aufweiten kann. Dadurch kann der Inhalt der Bauchhöhle, wie Netzanteile oder Darmschlingen, in die Leiste rutschen, dort verbleiben und damit von außen wie eine „Beule“ imponieren. Auf einmal entdeckt der Patient eine Beule in der Leiste. Sie kann manchmal schmerzen, öfters kann man sie eindrücken, sie tritt aber wieder zeitnah auf.

Diagnose und Behandlung

Mit der Darstellung der Beschwerden und der Untersuchung der Patienten kann bei fast allen Patienten die Diagnose gestellt werden. Nur selten sind noch weitere, nicht belastende Verfahren wie eine Ultraschalldiagnostik erforderlich. Ein Leistenbruch sollte operativ versorgt werden. Dies geschieht nicht nur, um vorliegende Beschwerden zu beseitigen, sondern auch, weil grundsätzlich eine Einklemmungsgefahr besteht. Dies kann im Notfall zum Absterben von Darmanteilen und damit zu gefährlichen Komplikationen führen. Die Operation als Wahleingriff dient also auch dazu, solche lebensgefährlichen Komplikationen zu vermeiden. Wir versorgen den größten Teil der Leistenbrüche minimal-invasiv, also mit der sog. „Schlüsselloch“-Technik. Die schwache Bauchdecke wird von innen mit einem Kunststoffnetz verstärkt. Ihr Aufenthalt im Krankenhaus nach einer solchen Operation beträgt im Durchschnitt 24 Stunden. Sie verlassen das Krankenhaus meist beschwerdearm. Unsere Mannschaft hat eine operative Routine und ausgewiesene Expertise in der minimal-invasiven Versorgung der Leistenbrüche. Bei den größeren Leistenbrüchen wird ein offenes Operationsverfahren über einen Leistenschnitt angewendet.

Nach der Behandlung

In den ersten Tagen nach der Operation kann es noch notwendig sein, milde Schmerzmittel gegen den frühen Schmerz im Bereich der Schnitte einzunehmen. Die Tätigkeiten des normalen Lebens (z. B. einkaufen, Auto fahren, spazieren gehen) können Sie i. d. R. sofort aufnehmen. Nach einer minimal invasiven Operation können körperliche Belastungen (z. B. Sport, Gartenarbeit) schon nach etwa zwei Wochen schrittweise begonnen werden. Bei der offenen Operation sollte man erst nach etwa 6 Wochen diese Tätigkeiten wieder aufnehmen. Bei einem unauffälligen Verlauf müssen Sie nicht extra zur Nachkontrolle bei uns untersucht werden. Auch Hautfäden müssen nach der minimal invasiven Operation nicht entfernt werden. Es handelt sich um innere Fäden, die sich nach wenigen Wochen selbst auflösen.

Schilddrüsenknoten und Schilddrüsenvergrößerung (Struma)

Ursachen und Beschwerden

Die Schilddrüse regelt den Hormonhaushalt des Menschen. Sie ist für den Wachstum, für den Kreislauf, für vegetative Funktionen, für den Haushalt der Blutsalze und nicht zuletzt auch für unsere Stimmung verantwortlich. Die Produktion der Schilddrüsenhormone ist vom Jod abhängig. In Mitteleuropa ist der Jodmangel endemisch (überall vorkommend). Daher versucht die Schilddrüse über komplexe biochemische Mechanismen die Hormonproduktion anzukurbeln und vergrößert sich dabei. Bei deutlich vergrößerter Schilddrüse, die häufig auch Atem- und Schluckbeschwerden verursacht, spricht man von einer Struma. Die Vergrößerung der Schilddrüse kann aber auch durch andere biologische Mechanismen verursacht werden und mit Unter- oder Überfunktion einhergehen. Es können also sowohl lokale Beschwerden (Schluckstörungen, „Frosch im Hals“-Gefühl, Luftnot) als auch Stoffwechselsymptome (vermehrtes Schwitzen, Haarausfall, Nervosität, Händezittern) auftreten.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose wird einleitend durch die Befragung und die körperliche Untersuchung gestellt. Es erfolgt immer eine Blutentnahme (Bestimmung der Schilddrüsenhormone),  eine Ultraschall-untersuchung sowie meistens eine Szintigraphie (Schilddrüsen-Stoffwechseluntersuchung). Je nach Befund wird entweder eine Schilddrüsenhälfte oder die ganze Drüse entfernt. Die Operation erfolgt schonend unter ständiger Kontrolle der Stimmbandnerven, um den Patienten vor ihrer Verletzung zu schützen. Auch die Nebenschilddrüsen werden dargestellt und geschont. Die entfernte Schilddrüse wird in unserem Klinikum sofort zur mikroskopischen Begutachtung eingeschickt. Das weitere Vorgehen richtet sich dann nach dem Ergebnis der Untersuchung. So kann der Eingriff bei Gutartigkeit sofort beendet werden. Bei Bösartigkeit wird meist die ganze Schilddrüse entfernt. Die Operation kann um die begrenzte Lymphknotenentfernung einer Halsseite erweitert werden. Nach der Operation hat man in der Frühphase gelegentlich Nacken- und Schluckschmerzen, die wir vorbeugend mit Schmerzmitteln behandeln. Eine vorübergehende Unterfunktion der Nebenschilddrüsen kann zu Kribbelgefühlen in den Händen führen, die man meist mit Kalziumhaltigen Tabletten gut behandeln kann.

Nach der Behandlung

Die Nachbehandlung richtet sich nach dem Ergebnis. Ist das Resultat gutartig, so wird der Patient i. d. R. am 3. Tag nach der Operation entlassen. Nach ca. 1 Woche wird dann der Hautfaden entfernt. Danach bestehen keine wesentlichen Einschränkungen im Alltag. Die fehlenden Schilddrüsen-hormone werden in Tablettenform ersetzt. Die Richtigkeit der Einstellung wird über die Bestimmung des Hormonspiegels durch Blutentnahmen in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Werden in dem entfernten Gewebe Tumorzellen nachgewiesen, schließen sich je nach Untertyp des Krebses und nach der lokalen Ausdehnung unterschiedliche Verfahren an. Dies kann von der reinen Beobachtung und Nachsorge bei kleinen Befunden/frühen Stadien bis zur Radiojodbehandlung in einer nuklearmedizinischen Abteilung reichen. Wir geben Ihnen am Ende Ihres Klinikaufenthalts immer einen klaren Therapieplan mit auf den weiteren Weg und stehen auch weiterhin bei Fragen zur Verfügung.

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