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25 Neuerkrankungen im Jahr

Von links: Verwaltungsdirektor Arturo Junge, der Internist und Nierenheilkundler Dr. Jürgen Schäffer und der ärztliche Direktor Prof. Dr. Jürgen Sorge.

Drei Mal pro Woche müssen Dialyse-Patienten für vier bis fünf Stunden an ein Gerät angeschlossen werden, das umgangssprachlich gesagt ihr Blut wäscht, weil die Nieren nicht mehr richtig funktionieren. Zwölf neue Behandlungsplätze für solche Patienten gibt es im Peiner Klinikum.
Der Internist und Nierenheilkundler Dr. Jürgen Schäffer hat gemeinsam mit dem Klinikum knapp eine Million Euro in das Dialyse-Zentrum investiert, in dem bereits 29 Patienten behandelt werden, drei davon sind stationär im Klinikum aufgenommen. Gestern stellten Verwaltungsdirektor Arturo Junge und der ärztliche Direktor, Professor Dr. Jürgen Sorge, gemeinsam mit Schäffer das Zentrum vor. Noch sind die zwölf Behandlungsplätze im ersten Geschoss untergebracht, bis August sollen sie ins dann renovierte Erdgeschoss umziehen.
Schäffer und Sorge erwarten vielfache Verbesserungen bei der medizinischen Versorgung. Diabetes- oder Bluthochdruck-Patienten, die in der Regel älter sind, können in der Gefäßchirurgie auf die Dialyse vorbereitet werden, indem ihnen ein so genannter Shunt gelegt wird, ein Dauerzugang zum Blutkreislauf. Verbesserungen ergeben sich aber auch für die Patienten, die auf der Intensivstation liegen oder in der Kardiologie des Klinikums behandelt werden. Wenn es Probleme gibt, können die dann interdisziplinär, also von mehreren Fachärzten, behandelt werden.
Störungen der Nierenfunktion nehmen zu. Auf die 135.000 Einwohner des Landkreises Peine entfallen statistisch 135 Betroffene, 20 bis 25 Fälle kommen aufgrund der Altersentwicklung in der Bevölkerung Jahr für Jahr hinzu.


